BU: Das RFID Konsortium, Full-Service-Lösungsanbieter für Auto-ID und Digitalisierungsprojekte, launcht auf der LogiMAT 2026 in Halle 4, Stand 4D09 seine neue RFID-Integrations- und Management-Plattform Smartmove. Grafik: RFID-Konsortium
RFID-Integration entscheidet zunehmend darüber, ob Digitalisierungsprojekte in Produktion und Logistik schnell produktiv werden oder sich über Monate verzögern. Genau an diesem Punkt setzt das RFID Konsortium mit seiner neuen Integrations- und Management-Plattform Smartmove an, die auf der LogiMAT 2026 in Stuttgart vorgestellt wird. Entwickelt für stationäre RFID-Lesestationen, RFID-Gates und RFID-Tunnel, zielt die Lösung darauf ab, neue Infrastruktur innerhalb kürzester Zeit in bestehende IT-Landschaften einzubinden und vorhandene Installationen technologisch zu modernisieren.
RFID-Technologie ist in vielen Unternehmen längst vorhanden, doch ihre Integration in übergeordnete Systeme wie Warehouse Management Systeme oder ERP-Lösungen bleibt häufig komplex. Unterschiedliche Reader-Modelle, proprietäre Softwarelösungen und heterogene Datenformate führen dazu, dass Projekte lange Vorlaufzeiten benötigen. Smartmove verfolgt einen anderen Ansatz: Die Plattform sammelt die Daten der RFID-Reader, filtert sie intelligent und reduziert die Datentelegramme auf exakt jene Informationen, die für nachgelagerte Systeme relevant sind. Dadurch sinkt nicht nur die Komplexität der Schnittstellen, sondern auch die Integrationszeit. Laut Anbieter kann eine neue RFID-Anwendung innerhalb von zwei Tagen implementiert werden.
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Intelligente Datenfilter für schnellere Prozesse
Im operativen Betrieb zählt vor allem die Qualität der gelesenen Daten. Smartmove setzt auf intelligente Filtermechanismen, die Materialflüsse analysieren und Lesedaten zielgerichtet aufbereiten. Die Plattform kann sowohl als eigenständige Lösung eingesetzt als auch mit mehreren vernetzten Lesestationen betrieben werden. Diese kommunizieren miteinander und optimieren durch einen Ansatz der Schwarmintelligenz kontinuierlich die Filterqualität und damit die Leseergebnisse.
Wie bereits beim 2025 eingeführten KI-Gate nutzt das RFID Konsortium auch hier Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Ziel ist es, Materialflüsse transparenter zu machen und Prozessqualität messbar zu verbessern. Durchlaufzeiten sollen reduziert, manuelle Eingriffe minimiert und Fachpersonal entlastet werden. Damit führt das Unternehmen seine strategische Ausrichtung auf weniger komplexe, aber funktional ausgereifte RFID-Lösungen fort.

RFID-Integration für Neueinsteiger und Bestandsnutzer
Die Plattform richtet sich nicht ausschließlich an Unternehmen, die RFID neu einführen. Sie adressiert ebenso Organisationen, die seit Jahren RFID-Hardware einsetzen, deren Softwarelösungen jedoch technologisch überholt sind. Gerade bei älteren Installationen finden sich häufig proprietäre Anwendungen, die nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen und die Weiterentwicklung hemmen.
Smartmove ermöglicht die Einbindung bestehender Reader-Modelle unterschiedlicher Hersteller. Die Plattform ist hardwareunabhängig konzipiert und kann beispielsweise auf Clients von Impinj oder Kathrein mit identischer Konfiguration installiert werden. Dadurch wird die Wiederverwendung vorhandener Geräte unterstützt, was Investitionskosten reduziert und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.
Thomas Heijnen, Vertrieb und Marketing Management beim RFID Konsortium, beschreibt die Zielsetzung der Plattform so: „RFID hat den Ruf, komplex, schwierig und teuer zu sein. Wir zeigen mit Smartmove, das Gegenteil ist der Fall. RFID geht einfach. Wir nehmen für das IT-Team die Komplexität raus. RFID wird nicht zur Last, sondern zur Entlastung.“
Insbesondere Unternehmen, die Kreislaufwirtschaftskonzepte oder den Digitalen Produktpass mithilfe von RFID realisieren möchten, profitieren von einer Lösung, die Daten schnell und zuverlässig an die richtigen Stellen überträgt. Entscheidend ist dabei nicht die Menge der Daten, sondern ihre Relevanz für operative Entscheidungen.
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SaaS-Modell und EU RED Compliance im Fokus
Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist die zentrale Verwaltung der gesamten RFID-Infrastruktur. Smartmove bietet Monitoring, Konfiguration und Administration über eine einheitliche Benutzeroberfläche. Der Schulungsaufwand für IT-Fachkräfte bleibt laut Anbieter überschaubar, da die Bedienlogik bewusst einfach gehalten wurde.
Die Plattform ist zudem als Software-as-a-Service verfügbar. Clients können remote konfiguriert, aktualisiert und überwacht werden. Damit reagiert das RFID Konsortium auch auf regulatorische Anforderungen wie die EU RED Compliance. Hersteller von RFID-Hardware sind verpflichtet, Firmware-Updates bereitzustellen. Smartmove ist so ausgelegt, dass es sich an die Updatezyklen der Reader-Hersteller anpasst, ohne Prozessunterbrechungen zu verursachen. Firmware-Updates und Weiterentwicklungen der Plattform werden zentral ausgerollt und gewährleisten kontinuierliche Aktualität der Installation.
Im Gegensatz zu vielen proprietären Softwarelösungen übernimmt Smartmove damit eine übergeordnete Rolle in der Prozesssicherung. Unternehmen müssen nicht mehr einzelne Geräte manuell aktualisieren, sondern profitieren von einer zentralen Update-Strategie.
Praxiserprobung vor Markteinführung
Noch vor der offiziellen Markteinführung wurde die Plattform bei mehreren Bestandskunden eingesetzt. Dominik Steickert, Entwicklungsleiter beim RFID Konsortium, verweist auf konkrete Anwendungsfälle: „Smartmove ist praxisnah entwickelt und auf reale Anforderungen im Feld ausgelegt, da sie exakt die benötigten Daten aufnimmt und ohne Aufwand zielgerichtet weitergibt. Noch vor der offiziellen Markteinführung hat sich die Plattform bereits bei mehreren Bestandskunden bewährt.“ Er ergänzt: „Bei einem Retail-Kunden haben wir Smartmove an einen RFID-Tunnel sowie 12 Kommissionier-Packstationen angebunden. Inklusive Schulung dauerte die Inbetriebnahme nur drei Tage.“
Die Integration eines RFID-Tunnels und mehrerer Packstationen innerhalb weniger Tage verdeutlicht den Anspruch der Plattform, Implementierungszeiten deutlich zu verkürzen. Gerade im Handel und in der Logistik, wo Prozesse häufig unter Zeitdruck stehen, kann dies ein entscheidender Faktor sein.
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Live-Demonstration auf der LogiMAT 2026
Auf der LogiMAT 2026 präsentiert das RFID Konsortium Smartmove in Halle 4, Stand 4D09. Besucher erhalten dort Einblick in die Funktionsweise der Plattform und können die Integration von RFID-Infrastruktur in übergeordnete Systeme nachvollziehen. Darüber hinaus wird Smartmove dem Partnernetzwerk aus Hardwareherstellern vorgestellt, um die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette weiter auszubauen.
Mit Smartmove positioniert sich das RFID Konsortium im Umfeld von Auto-ID- und Digitalisierungsprojekten als Anbieter einer Integrationslösung, die technische Komplexität reduziert und RFID-Integration als pragmatisches Instrument für Produktions- und Logistikprozesse nutzbar macht. Weitere Informationen zu Smartmove: https://www.rfid-konsortium.de/module/rf-konsys-smartmove/




