BU: Jede Stahlbaubühne von MiTek ist ein Unikat und auf ihre spezielle Nutzung zugeschnitten. Foto: MiTek
Mezzanine-Systeme sind längst mehr als eine bauliche Ergänzung bestehender Lagerhallen. Sie entwickeln sich zunehmend zu einem strategischen Element moderner Logistikkonzepte. Steigende Grundstückspreise, knappe Flächenreserven und wachsende Leistungsanforderungen zwingen Betreiber dazu, vorhandene Hallenvolumina effizienter zu nutzen. Genau hier setzt MiTek an und rückt auf der LogiMAT 2026 den mehrgeschossigen Stahlbau als integralen Bestandteil skalierbarer Lagerarchitekturen in den Fokus.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen Stahlbaubühnen, die zusätzliche Nutzfläche schaffen und sich sowohl in manuelle als auch in automatisierte Lagerstrukturen integrieren lassen. MiTek bringt dafür seine Erfahrung aus zahlreichen internationalen Projekten ein, bei denen Mezzanine-Lösungen als tragende Infrastruktur für Kommissionierung, Fördertechnik oder automatisierte Systeme dienen.
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Branchenübergreifende Planungskompetenz
Die Bandbreite der realisierten Anwendungen reicht von Handel und Industrie bis hin zu Logistikdienstleistern. Diese Vielfalt prägt auch den Planungsansatz des Unternehmens. Bart Pulles, Operations & Sales Manager bei MiTek, beschreibt die Rolle seines Teams so: „Wir sind Partner verschiedener Branchen – vom Automobil- über den Mode- und Lebensmittelsektor bis hin zum E-Commerce und Omnichannel-Vertrieb. Für fast jede Nutzung und spezielle Anforderung finden wir die passende Lösung“, sagt er und ergänzt: „Unsere Stahlbaubühnen werden individuell an die Anforderungen jedes Kunden angepasst. Dabei bieten wir alles aus einer Hand: Beratung, Planung und Umsetzung bis zur schlüsselfertigen Übergabe.“
Dies zeige, dass Mezzanine-Projekte bei MiTek nicht als standardisierte Produkte verstanden werden, sondern als maßgeschneiderte Systemlösungen. Beratung, statische Auslegung, Fertigung und Montage greifen dabei ineinander. Ziel ist es, Stahlbaubühnen so in das Gesamtkonzept einzubetten, dass sie langfristig tragfähig bleiben – technisch wie wirtschaftlich.

Greenfield und Brownfield: frühzeitige Integration als Erfolgsfaktor
Ein zentrales Thema auf der LogiMAT ist die Einbindung von Mezzanine-Systemen in unterschiedlichen Projektkontexten. Ob Neubau oder Bestandserweiterung, die frühe Beteiligung des Stahlbaupartners entscheidet maßgeblich über die spätere Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems.
MiTek arbeitet sowohl direkt mit Endkunden als auch mit internationalen Systemintegratoren und AutoStore-Partnern zusammen. Gerade bei komplexen Intralogistikprojekten zeigt sich, dass eine frühe Abstimmung zwischen Mechanik, Automatisierung und Gebäudeplanung spätere Anpassungen minimiert. Bart Pulles bringt diesen Zusammenhang auf den Punkt: „Wir arbeiten sowohl mit Endkunden als auch mit führenden internationalen Systemintegratoren sowie AutoStore-Partnern eng zusammen“. „Egal ob Greenfield- oder Brownfield-Projekt: Je früher wir in die intralogistische Planung einbezogen werden, desto effizienter lassen sich unsere Stahlbaulösungen in das Lagerkonzept integrieren“, ergänzt er.
Die Praxis zeigt, dass Mezzanine-Systeme nicht nur zusätzliche Fläche schaffen, sondern auch als strukturelles Rückgrat für Fördertechnik, Shuttle-Systeme oder Arbeitsplätze dienen können. Entsprechend wichtig ist es, Lastannahmen, Verkehrswege und mögliche spätere Automatisierungsschritte bereits in der Konzeptphase zu berücksichtigen.
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Flexibilität als Planungsprinzip
Ein wiederkehrendes Thema in Kundengesprächen ist die Frage nach zukünftigen Ausbaustufen. Viele Lager starten mit manuellen Prozessen, wollen sich aber Optionen für Automatisierung offenhalten. MiTek greift diese Anforderungen frühzeitig auf und dimensioniert Stahlbaubühnen so, dass sie auch höhere Lasten aufnehmen können, wie sie bei automatisierten Anlagen entstehen.
Pulles beschreibt diesen Ansatz so: „Wenn ein Kunde sich für die Zukunft die Option offenhalten möchte, seine Intralogistik zu automatisieren, obwohl zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe noch manuell gearbeitet wird, berücksichtigen wir diese Information von Anfang an. Wir wählen dann Konstruktionen aus, die auch höheren Belastungen standhalten, wie sie mit automatisierten Systemen einhergehen.“
Gleichzeitig geht es darum, weder zu knapp noch überdimensioniert zu planen. Auch dieser Balanceakt gehört zur Projektarbeit:
„Dabei achten wir ebenfalls darauf, weder Under- noch Over-Engineering zu betreiben“, ergänzt Pulles. „Einige Kunden benötigen keine High-End-Lösung, sondern sind mit einer preiswerteren Medium-Variante bestens gerüstet.“
So entstehen Stahlbaubühnen, die sich schrittweise erweitern lassen und Investitionsspielräume eröffnen, ohne spätere Umbaumaßnahmen zu erzwingen.
Mezzanine als Tragwerk für AutoStore und Automatisierung
Besonders dynamisch entwickelt sich der Einsatz von Mezzanine-Systemen als Basis für automatisierte Lagerlösungen. Insbesondere AutoStore-Anlagen werden zunehmend nicht nur ebenerdig, sondern auch auf mehreren Geschossen installiert. MiTek bringt hier Erfahrungen aus Projekten in Deutschland, England, Polen, Tschechien und den Niederlanden ein.
Neben dem eigentlichen Tragwerk umfasst das Leistungsportfolio bei solchen Anwendungen auch Tunnelkonstruktionen, Wartungsbühnen, Brücken, Treppenanlagen sowie Zwischengeschosse für Kommissionierarbeitsplätze. Ziel ist eine ganzheitliche Stahlbaustruktur, die den Betrieb automatisierter Systeme ebenso unterstützt wie manuelle Prozesse in angrenzenden Bereichen.
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Mezzanine-Systeme als Baustein langfristiger Lagerstrategien
Was sich auf der LogiMAT 2026 zeigt, ist ein klarer Trend: Mezzanine-Systeme werden zunehmend als strategisches Element der Intralogistik verstanden. Sie ermöglichen nicht nur eine bessere Raumausnutzung, sondern schaffen auch die Voraussetzung für modulare Erweiterungen und hybride Lagerkonzepte.
MiTek positioniert sich dabei als Partner entlang des gesamten Projektzyklus – von der ersten Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Der Anspruch lautet, Stahlbaulösungen so zu gestalten, dass sie sich in bestehende und zukünftige Logistikarchitekturen einfügen und zugleich die Grundlage für weitere Automatisierungsschritte bilden.
Auf der LogiMAT 2026 zeigt sich damit ein Bild von Intralogistik, in dem Mezzanine-Systeme nicht als statische Bauwerke, sondern als flexible Infrastruktur verstanden werden. Sie verbinden Flächeneffizienz mit technischer Anschlussfähigkeit und werden so zu einem zentralen Baustein moderner Lagerstrategien.




