BU: Das neue Logistikzentrum in Alsfeld ist mehr als nur ein Lager: es ist ein Prestigeprojekt und Symbol für Innovation, Effizienz sowie Zukunftsfähigkeit – sowohl für NORDWEST also auch für die Region. Foto: NORDWEST Handel AG
Das Logistikzentrum Alsfeld steht für den Beginn eines neuen Kapitels in der langjährigen Partnerschaft zwischen der NORDWEST Handel AG aus Dortmund und der Rhenus Gruppe mit Sitz in Holzwickede. Mit der Vertragsverlängerung im November 2025 haben beide Unternehmen den Grundstein für den gemeinsamen Betrieb des neuen NORDWEST-Zentrallagers im hessischen Alsfeld gelegt. Damit wird eine Erfolgsgeschichte fortgeführt, die vor rund zwei Jahrzehnten im bisherigen Zentrallager in Gießen begann. Von dort aus versorgt das Verbundunternehmen seine Fachhandelspartner aus Bau, Handwerk, Industrie und Haustechnik sowie deren Kunden deutschland- und europaweit. Der neue Standort knüpft an diese Struktur an, erweitert sie jedoch um eine deutlich modernisierte Intralogistik und neue organisatorische Rahmenbedingungen.
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Mehr als ein Lager: Infrastruktur für Wachstum und Region
Das neue Logistikzentrum in Alsfeld ist nicht als reiner Umschlagpunkt konzipiert. Vielmehr verstehen NORDWEST und Rhenus den Standort als Symbol für Innovation, Effizienz und Zukunftsfähigkeit, sowohl für das Unternehmen als auch für die Region Mittelhessen. Ab diesem Jahr geht das neue Zentrallager schrittweise in Betrieb. Auf einer Grundstücksfläche von rund 135.000 Quadratmetern entstehen gemeinsam mit dem Investor ROTHENBERGER Real Estates sieben Logistikhallen mit einer Hallengesamtfläche von etwa 68.000 Quadratmetern. Die Anlage bietet Platz für rund 50.000 Palettenstellplätze inklusive Gefahrstoffhandling sowie etwa 170.000 Stellplätze im automatischen Kleinteilelager. Ergänzt wird dies durch ein umfangreiches Shuttle-System mit mehr als 200 Fahrzeugen, moderne Liftsysteme, manuelle Packplätze mit Kartonaufrichtern, eine automatisierte Verpackungsmaschine des Typs CVP Everest sowie 50 Lkw-Rampen. In der ersten Ausbaustufe ist der Versand von bis zu 11.000 Kartons und rund 1.000 Paletten pro Tag vorgesehen. Diese technische Ausstattung bildet das Rückgrat für eine Intralogistik, die auf Durchsatz, Flexibilität und Skalierbarkeit ausgelegt ist.
Neue Arbeitsplätze und der Start der Personalgewinnung
Parallel zum Aufbau der technischen Infrastruktur beginnt bereits die personelle Phase des Projekts. Mit dem geplanten Start der manuellen Abfertigung im April 2026 sucht Rhenus als Logistikdienstleister vor Ort rund 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Standort Alsfeld. Aktuell laufen Bewerbertage, bei denen vor allem Fachlageristen, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Quereinsteiger angesprochen werden. Ziel ist es, ein Team aufzubauen, das von Beginn an in die Gestaltung der Prozesse eingebunden ist und den neuen Standort mitentwickelt. Alle offenen Stellen unter: https://rhen.us/alsfeld
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Logistikzentrum Alsfeld: Servicegrad, Ergonomie und digitale Prozesse
Mit dem neuen Logistikzentrum verbinden die Partner auch klare Erwartungen an den Service gegenüber ihren Fachhandelspartnern. „Wir werden unseren Servicegrad nochmals steigern mit verlängerten Auftragsannahmezeiten, Tracking und Tracing nach modernsten Standards und zusätzlichen logistischen Serviceleistungen. Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze haben wir besonderen Wert auf Ergonomie gelegt, um die körperliche Belastung zu reduzieren“, sagt Bastian Wolfgarten, Geschäftsbereichsleiter Logistik bei NORDWEST. Dieses Zitat von Bastian Wolfgarten macht deutlich, dass neben Leistungskennzahlen auch die Arbeitsbedingungen im Fokus stehen. Wolfgarten ergänzt: „Automatisierung, modernste Technologien, smarte Logistik und innovative Systeme machen die Arbeiten vor Ort einfacher, effizienter und spannender.“ Auch diese Aussage stammt von Bastian Wolfgarten und unterstreicht den Anspruch, Technik gezielt zur Unterstützung der Beschäftigten einzusetzen.
Die Arbeitsplätze in Alsfeld sollen dabei nicht nur technisch modern sein, sondern auch organisatorisch neue Wege gehen. Geregelte Arbeitszeiten, flache Hierarchien und schnelle Entscheidungsprozesse gehören ebenso zum Konzept wie persönliche Betreuung, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und eine teamorientierte Kultur. Je nach Tätigkeitsbereich profitieren die Beschäftigten zudem von verschiedenen Zusatzleistungen, die den Standort als langfristigen Arbeitgeber positionieren.

Partnerschaft als Fundament des Projekts
Für Rhenus ist der Schritt nach Alsfeld eng mit der bestehenden Zusammenarbeit mit NORDWEST verbunden. „Der Schritt nach Alsfeld ist für uns vor allem Ausdruck einer gewachsenen und langjährigen Partnerschaft, die sich bereits am Standort Gießen als erfolgreich erwiesen hat“, betont Loris Schmitt, Niederlassungsleiter der Rhenus Gruppe. Dieses Zitat von Loris Schmitt verweist auf die Kontinuität der Kooperation. Schmitt ergänzt: „Am neuen Standort bietet sich uns die Möglichkeit, bewährte Prozesse mit neuen Impulsen zu verbinden. Ziel ist es, ein Aushängeschild für die Region zu werden und nachhaltig etwas aufzubauen. Wir freuen uns auf den bevorstehenden Start.“ Auch diese Aussage stammt von Loris Schmitt und beschreibt den Anspruch, den Standort nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil einer regionalen Entwicklung.
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Logistikzentrum Alsfeld als regionale Perspektive
Geografisch liegt das neue Logistikzentrum Alsfeld verkehrsgünstig an der A5 zwischen Frankfurt und Kassel. Diese Lage ermöglicht kurze Wege in zentrale Wirtschaftsräume und unterstützt die bundesweite sowie europäische Distribution. Gleichzeitig entsteht hier ein Arbeitsplatzcluster, das Innovation, Gemeinschaft und Lebensqualität verbinden soll. Für die Region bedeutet das Projekt nicht nur neue Jobs, sondern auch Impulse für Zulieferer, Dienstleister und die kommunale Infrastruktur.
Einordnung in die Unternehmensstrategien
Die NORDWEST Handel AG gehört seit 1919 zu den leistungsstarken Verbundunternehmen des Produktionsverbindungshandels. Mit einem Geschäftsvolumen von 4,654 Milliarden Euro im Jahr 2025 unterstützt NORDWEST rund 1.321 Fachhandelspartner aus den Bereichen Stahl, Bau, Handwerk, Industrie sowie Sanitär-, Klima- und Heizungstechnik. Zentrale Aufgaben liegen in der Bündelung von Einkaufsvolumina, der Zentralregulierung, dem Betrieb eines starken Zentrallagers und umfangreichen Dienstleistungen. Neben Deutschland ist NORDWEST auch in mehreren europäischen Ländern aktiv, darunter Österreich, die Schweiz, Frankreich, Polen und die Benelux-Staaten. Das Logistikzentrum Alsfeld fügt sich in diese Struktur als zentraler Knotenpunkt ein.
Die Rhenus Gruppe zählt zu den international tätigen Logistikspezialisten mit einem Jahresumsatz von 8,2 Milliarden Euro. Rund 41.000 Mitarbeitende arbeiten an 1.330 Standorten in mehr als 70 Ländern. Das Unternehmen deckt ein breites Spektrum logistischer Dienstleistungen ab, von Transport und Lagerung über Zollabfertigung bis hin zu Mehrwertservices. Die Aktivitäten sind in verschiedenen Geschäftseinheiten gebündelt, wobei die Anforderungen der Kunden im Mittelpunkt stehen.

Ausblick auf Betrieb und Weiterentwicklung
Mit dem Logistikzentrum Alsfeld entsteht eine Infrastruktur, die nicht nur auf den aktuellen Bedarf ausgelegt ist, sondern auch zukünftiges Wachstum berücksichtigen soll. Die Kombination aus automatisierter Intralogistik, digital unterstützten Prozessen und neuen Arbeitsmodellen bildet die Grundlage für eine langfristige Entwicklung. Für NORDWEST und Rhenus ist der Standort damit mehr als ein weiterer logistischer Baustein. Er steht für die Weiterentwicklung einer Partnerschaft, die operative Effizienz mit regionaler Verantwortung verbindet und zugleich neue Chancen für Logistik-Fachkräfte eröffnet.




