BU: Deutscher Materialfluss-Kongress in Dortmund: Für Vorträge und Diskussionsrunden reisen 2027 mehr als 30 Speaker an. Tagungsleiter ist Prof. Dr. Johannes Fottner von der Technischen Universität München. Foto: TEST CAMP INTRALOGISTICS
Der Deutsche Materialfluss-Kongress 2027 stellt die Frage, wie weit sich die Intralogistik über klassische Automatisierungskonzepte hinausentwickeln kann. Mehr als 30 Referentinnen und Referenten aus Industrie und Wissenschaft diskutieren am 26. und 27. Januar in der Messe Dortmund über technische Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Anwendungen. Das Leitthema der 34. Ausgabe lautet „Driving Intralogistics Beyond Limits“.
Damit rücken Technologien in den Mittelpunkt, die Materialflussprozesse nicht mehr ausschließlich automatisieren, sondern zunehmend selbstständig steuern und auf veränderte Bedingungen reagieren sollen. Künstliche Intelligenz, Robotik und vernetzte Systeme bilden deshalb einen Schwerpunkt des Programms. Hinzu kommen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und der digitale Produktpass.
Auf der Bühne des Kongress-Cubes stehen unter anderem Carola Appel von Carl Kühne, Stefan Hohm von Dachser, Sebastian Kraft von Mercedes-AMG und Jacqueline Michalek von der Deutschen Bahn. Die Beiträge des zweitägigen Kongresses sind in sechs thematische Sequenzen gegliedert.
Am 26. Januar stehen zunächst Logistics Engineering sowie die Frage nach Europas Position bei der Entwicklung technischer Logistiklösungen im Mittelpunkt. Weitere Programmpunkte befassen sich mit Innovationen und Anwendungen aus der Praxis. Am zweiten Kongresstag verschiebt sich der Schwerpunkt auf KI und Digitalisierung sowie auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und den digitalen Produktpass.
Impulse und Moderation übernehmen unter anderem Prof. Dr. Johannes Fottner von der Technischen Universität München, Prof. Dr. Alice Kirchheim von der Technischen Universität Dortmund und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie Prof. Dr. Thorsten Schmidt von der Technischen Universität Dresden.
„Seit Jahrzehnten steht dieser Traditionskongress dafür, dass Wissenschaft auf Wirtschaft trifft. Somit wird die Theorie umgehend von Praktikern bewertet. Von diesem direkten und bisweilen kontroversen Austausch lebt der Kongress“, sagt Kongressleiter Prof. Dr. Johannes Fottner.
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Deutscher Materialfluss-Kongress 2027 verbindet KI und technische Logistik
Hinter dem Leitthema „Driving Intralogistics Beyond Limits“ steht die Frage, wie sich neue Technologien in technisch umsetzbare und wirtschaftlich tragfähige Anwendungen überführen lassen. Dabei geht es insbesondere um Künstliche Intelligenz, Roboter und vernetzte Systeme. Sie sollen Prozesse künftig nicht allein automatisieren, sondern Daten auswerten, lernen, Entscheidungen vorbereiten oder teilweise autonom handeln.
Damit verändert sich auch die Rolle des Menschen in automatisierten Logistiksystemen. Während klassische Automatisierung auf weitgehend festgelegten Prozessabläufen basiert, können lernende und vernetzte Systeme stärker auf wechselnde Bedingungen reagieren. Für die technische Logistik stellt sich deshalb die Frage, an welchen Stellen solche Systeme bereits praktisch einsetzbar sind und wo technische oder wirtschaftliche Grenzen bestehen.
Der Kongress verbindet dazu Anwendungsbeispiele aus Unternehmen mit Ergebnissen aus der Forschung. Raum erhalten auch unterschiedliche Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der Technologien. Damit knüpft die Veranstaltung an ihr bisheriges Konzept an, wissenschaftliche Ansätze unmittelbar mit den Erfahrungen von Anwendern, Herstellern, Planern und Beratern zu konfrontieren.
Fachlicher Träger des Deutschen Materialfluss-Kongresses ist die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik. Unterstützt wird die Veranstaltung von Lehrstühlen aus dem Bereich technische Logistik und Materialfluss der Technischen Universitäten Dortmund, Dresden und München.
Mehr als zwei Jahrzehnte fand der Kongress an der Technischen Universität München am Standort Garching statt. Im April 2026 wurde die Veranstaltung erstmals in das TEST CAMP INTRALOGISTICS in Dortmund integriert. Am 26. und 27. Januar 2027 folgt die zweite Ausgabe in diesem Format.

Von der Kongressbühne direkt in die Testfläche
Die Verbindung mit dem TEST CAMP verändert den Charakter des Kongresses. Neben Vorträgen und Diskussionen können die Teilnehmer technische Lösungen in Halle 7 der Messe Dortmund selbst ausprobieren. Nach Angaben des Veranstalters werden mehr als 100 ausgewählte Innovationen gezeigt. Das Spektrum reicht von Flurförderzeugen über Robotik und KI-Anwendungen bis zu Exoskeletten.
„Bei uns endet die Theorie nicht an der Kongresstür: Nur 50 Meter von der Bühne entfernt können die Teilnehmenden mehr als 100 kuratierte Innovationen selbst erproben – vom Gabelstapler über Roboter und KI-Lösungen bis zum Exoskelett. Diese Kombination von Wissen und eigenem Erleben macht das Format einzigartig“, sagt Thilo Jörgl, Manager des TEST CAMP.
Das TEST CAMP INTRALOGISTICS ist als Testveranstaltung für technische Neu- und Weiterentwicklungen in Logistik und Intralogistik angelegt. Besucher können unter anderem Flurförderzeuge fahren, Lagertechnik bedienen, mit automatisierten Transportfahrzeugen und Logistikrobotern interagieren sowie Softwareanwendungen testen. Angesprochen werden insbesondere Entscheider aus Industrie, Handel und Dienstleistung mit konkreten Innovations- und Investitionsvorhaben.
Der Zugang zum TEST CAMP ist für die Teilnehmer des Materialfluss-Kongresses im Kongressticket enthalten. Dadurch lassen sich die auf der Bühne diskutierten Entwicklungen unmittelbar mit verfügbaren oder kurz vor der Markteinführung stehenden technischen Lösungen vergleichen.
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IFOY-Finalisten absolvieren Audit in Dortmund
Teil der Veranstaltung ist erneut das Audit des IFOY AWARD. Die Finalisten des internationalen Innovationswettbewerbs für Intralogistiklösungen durchlaufen während des TEST CAMP verschiedene Testreihen und Prüfungen. Damit treffen Kongress, Produkttests und Innovationsbewertung zeitlich und räumlich aufeinander.
Der Materialfluss-Kongress richtet sich an Anwender, Anbieter, Planer, Berater und Wissenschaftler aus der technischen Logistik. Die Kombination aus wissenschaftlichen Beiträgen, industriellen Anwendungen und praktischen Tests soll insbesondere sichtbar machen, welche Technologien bereits für den betrieblichen Einsatz geeignet sind und welche Ansätze sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden. Ergänzt wird das zweitägige Programm durch die Networking Night am 26. Januar, bei der Kongressteilnehmer, Aussteller und Besucher des TEST CAMP zusammentreffen.
Mit dem Leitthema „Driving Intralogistics Beyond Limits“ richtet der 34. Deutsche Materialfluss-Kongress den Blick damit über die klassische Automatisierung hinaus. Im Zentrum steht weniger die einzelne Technologie als die Frage, wie KI, Robotik, vernetzte Systeme und neue Datenkonzepte in bestehende Materialfluss- und Logistikprozesse integriert werden können – und unter welchen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen daraus tragfähige Anwendungen entstehen. Das Programm des Deutschen Materialfluss-Kongresses findet man auf www.testcamp-intralogistics.com.


