BU: Die Cube-Storage-Lösung AutoStore hat sich in den vergangenen Jahren als Synonym für maximale Lagerdichte und schnelle Kommissionierung etabliert. Foto: Ehrhardt Partner Group
Die AutoStore-Integration gehört heute zu den zentralen Themen der Lagerautomatisierung. Steigende Anforderungen an Liefergeschwindigkeit, wachsende Artikelvielfalt sowie ein zunehmender Kostendruck auf verfügbare Lagerflächen verändern die Anforderungen an moderne Intralogistiksysteme nachhaltig. Unternehmen investieren deshalb verstärkt in kompakte und hochdynamische Automatisierungslösungen, die Materialflüsse beschleunigen und gleichzeitig die vorhandene Fläche möglichst effizient nutzen.
Zu den etablierten Technologien zählt dabei das Cube-Storage-System AutoStore. Das System kommt inzwischen in zahlreichen Branchen zum Einsatz – vom E-Commerce über die Fashion-Logistik bis hin zur Ersatzteilversorgung oder Produktionslogistik. Mit wachsender Verbreitung rückt jedoch eine Frage immer stärker in den Mittelpunkt: Wie lässt sich das automatisierte Lagersystem nahtlos in bestehende Warehouse-Management-Systeme integrieren?
Die Ehrhardt Partner Group (EPG) hat sich bereits früh mit dieser Fragestellung beschäftigt und eine standardisierte Schnittstelle zwischen dem Warehouse Management System LFS und AutoStore entwickelt. Heute bildet diese Integration die Grundlage zahlreicher produktiver Installationen weltweit und ermöglicht Unternehmen, automatisierte Lagerprozesse ohne individuelle Sonderentwicklungen umzusetzen.
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Frühzeitige Standardisierung als Grundlage moderner AutoStore-Integration
Schon in den ersten Projekten zeigte sich, dass eine standardisierte Kommunikation zwischen Lagerverwaltungssystem und AutoStore eine wesentliche Voraussetzung für stabile und durchgängige Prozesse darstellt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen flossen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Schnittstelle ein und bildeten die Basis für weitere Projekte.
„Wir haben sehr früh in eine Lösung investiert, die AutoStore fest in LFS verankert“, erklärt Axel Mücke, Senior Sales Manager bei der EPG. „Damit stellen wir sicher, dass unsere Kunden von Beginn an eine stabile und skalierbare Architektur nutzen können. Die Kombination aus Standardisierung und Flexibilität ist entscheidend, um Investitionen langfristig abzusichern.“
Mit jedem weiteren Kundenprojekt wurde das Modul erweitert und an neue Anforderungen angepasst. Aus einer frühen Integrationslösung entwickelte sich schrittweise ein fester Bestandteil der EPG ONE Suite, der heute weltweit zahlreiche AutoStore-Systeme im Live-Betrieb steuert.

AutoStore-Integration in unterschiedlichen Branchen
Wie unterschiedlich die Anforderungen an eine AutoStore-Integration sein können, zeigen Anwendungen in verschiedenen Branchen.
Beim internationalen B2B-Großhändler AXRO stehen insbesondere hohe Dynamik und kurze Reaktionszeiten im Mittelpunkt. Ein umfangreiches Produktspektrum, stark schwankende Auftragsstrukturen und internationale Lieferketten erfordern flexible Kommissionierprozesse.
„Unser Portfolio ist extrem breit und die Bestellungen unserer Kunden sind zeitkritisch, viele verlassen same-day unser Lager. Dank der engen Zusammenarbeit mit der EPG konnten wir AutoStore nahtlos in unsere Abläufe integrieren“, erklärt Mike Jonescheit, Geschäftsführer bei AXRO. „Heute profitieren wir von maximaler Transparenz, höherer Lagerdichte, kurzen Durchlaufzeiten und einer klaren Skalierbarkeit für die Zukunft.“
Einen anderen Schwerpunkt setzt YKK. Beim weltweit tätigen Hersteller von Reißverschlüssen ist AutoStore unmittelbar in die Produktionsversorgung eingebunden. Hier spielt neben kurzen Reaktionszeiten insbesondere die Prozesssicherheit eine zentrale Rolle.
„Für uns war entscheidend, dass die AutoStore-Lösung direkt in unsere Logistikprozesse eingebunden werden kann“, sagt Alexander Sann, Deputy Factory Manager bei YKK. „Mit der standardisierten LFS-Schnittstelle verarbeiten wir Bestandsänderungen in Echtzeit. Das gibt uns die nötige Sicherheit und Transparenz, um flexibel auf die Anforderungen aus der Fertigung und Logistik reagieren zu können.“
Auch aus Sicht des Systemanbieters zeigt sich, dass standardisierte Integrationen den Einsatz der Technologie in unterschiedlichen Branchen erleichtern.
„Die Projekte mit AXRO oder YKK verdeutlichen eindrucksvoll, wie vielseitig AutoStore eingesetzt werden kann“, sagt Michael Bolz, Consulting Alliance Director bei AutoStore. „In Verbindung mit der standardisierten LFS-Schnittstelle entsteht für unsere Kunden eine Lösung, die in unterschiedlichen Branchen funktioniert und von Beginn an Stabilität und Zukunftssicherheit bietet.“
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Echtzeitsteuerung durch die AutoStore-Integration
Die eigentliche Stärke einer standardisierten AutoStore-Integration liegt im durchgängigen Informationsfluss zwischen Warehouse Management System und Automatisierung. LFS übernimmt dabei die zentrale Steuerungsfunktion sämtlicher Lagerprozesse. Wareneinlagerung, Nachschubversorgung, Kommissionierung und Konsolidierung werden innerhalb eines Systems koordiniert und in Echtzeit verarbeitet. Bestandsänderungen, Prioritätswechsel oder Behälterbewegungen stehen unmittelbar allen beteiligten Prozessen zur Verfügung.
Dadurch entsteht ein konsistentes Abbild sämtlicher Materialflüsse innerhalb des Lagers. Insbesondere in dynamischen Logistikumgebungen mit kurzfristigen Auftragsänderungen oder schwankenden Nachschubanforderungen ermöglicht diese durchgängige Datenbasis eine flexible Steuerung der Abläufe.
„Für AutoStore ist die enge Integration in leistungsfähige WMS-Systeme wie LFS entscheidend“, betont Michael Bolz, Consulting Alliance Director bei AutoStore weiter. „Die Kombination aus Hardware und intelligenter Software stellt sicher, dass unsere Kunden ihre Prozesse stabil, transparent und skalierbar gestalten können.“
Die Integration ermöglicht es, Aufträge kurzfristig neu zu priorisieren, Nachschubstrategien anzupassen oder Bestandsveränderungen unmittelbar zu berücksichtigen. Dadurch lassen sich Prozessunterbrechungen reduzieren und Materialflüsse kontinuierlich steuern.
Standardisierte Schnittstellen reduzieren Projektaufwand
Mit zunehmender Verbreitung automatisierter Lagertechnik gewinnen standardisierte Software-Schnittstellen an Bedeutung. Individuelle Programmierungen erhöhen häufig sowohl den Implementierungsaufwand als auch den späteren Pflegebedarf.
Eine standardisierte AutoStore-Integration verfolgt deshalb das Ziel, wiederkehrende Funktionen bereits im Standard bereitzustellen. Unternehmen profitieren von einer einheitlichen Systemarchitektur, kürzeren Projektlaufzeiten und einer höheren Planbarkeit bei späteren Erweiterungen.
Gerade bei international tätigen Unternehmen mit mehreren Standorten erleichtert dieser Ansatz die Einführung weiterer AutoStore-Systeme erheblich. Neue Lager können auf bestehenden Standards aufbauen, ohne grundlegende Anpassungen der Softwarearchitektur vornehmen zu müssen.
Demo-Anlage ermöglicht praxisnahe Einblicke
Die EPG nutzt die eigene AutoStore-Integration nicht ausschließlich in Kundenprojekten. Am Unternehmenssitz in Boppard-Buchholz betreibt das Unternehmen eine vollständig funktionsfähige Demo-Anlage, in der sämtliche Prozessschritte unter realitätsnahen Bedingungen nachvollzogen werden können. Das System umfasst unter anderem Bins, Roboter, ein CarouselPort 4.0 sowie ein Mini-Grid. Besucher erhalten dort einen umfassenden Einblick in das Zusammenspiel zwischen AutoStore und LFS – von der automatischen Einlagerung über die Nachschubsteuerung bis hin zur Kommissionierung und Konsolidierung.
Gleichzeitig dient die Anlage als Entwicklungs- und Testumgebung. Neue Funktionen werden zunächst unter praxisnahen Bedingungen erprobt und anschließend in den Standard übernommen. Auch Projektteams können Prozesse bereits vor der Inbetriebnahme simulieren und sich gezielt auf den späteren Einsatz vorbereiten. Damit übernimmt die Demo-Installation mehrere Aufgaben zugleich: Sie dient als Entwicklungsplattform, Schulungsumgebung und praxisnahes Demonstrationssystem für die standardisierte AutoStore-Integration.


