BU: Exotec ernennt Clémence Munier zur Global Vice President Grocery. Die frühere Ocado-Managerin bringt mehr als zehn Jahre Erfahrung im Lebensmittelhandel mit und wird die weltweite Strategie von Exotec für diese Branche mitgestalten. Foto: Exotec

Die Lagerautomatisierung im Lebensmittelhandel stellt Systemanbieter vor besondere Herausforderungen. Unterschiedliche Umschlaghäufigkeiten, verderbliche und haltbare Waren sowie die parallele Belieferung verschiedener Vertriebskanäle verlangen nach flexiblen Logistiklösungen. Der französische Automatisierungsspezialist Exotec will sein Geschäft in diesem Marktsegment ausbauen und hat dafür eine neue Führungsposition geschaffen. Seit November 2026 ist Clémence Munier als Global Vice President Grocery für die Weiterentwicklung der internationalen Lebensmittelhandelsstrategie des Unternehmens verantwortlich.

Munier soll insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Produktentwicklung und Vertrieb stärken. Im Mittelpunkt stehen Automatisierungslösungen, die auf die Anforderungen von Lebensmittelhändlern in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum zugeschnitten sind. Mit der Personalentscheidung reagiert Exotec nach eigenen Angaben auf die steigende Nachfrage nach automatisierten Logistiklösungen im Lebensmittelhandel.

Von Ocado und Amazon zu Exotec

Die neue Global Vice President Grocery bringt mehr als zehn Jahre Branchenerfahrung mit. Sie war sowohl im Lebensmittelhandel selbst als auch in der Automatisierung des Online-Lebensmittelgeschäfts tätig.

Zuletzt verantwortete Munier als Vice President of New Business Acquisition bei der Ocado Group die internationale Gewinnung neuer Partner für die Ocado Smart Platform. Sie baute das dafür zuständige Team auf und leitete es. Während ihrer Tätigkeit wuchs das Partnerportfolio auf weltweit 15 Handelsunternehmen.

Zuvor arbeitete Munier bei Amazon UK. Dort führte sie ein Team von Vendor Managern und verantwortete die Geschäftsstrategie sowie das wirtschaftliche Ergebnis der Lebensmittelkategorie.

Mit diesem beruflichen Hintergrund verfügt Munier sowohl über Erfahrungen auf Händlerseite als auch über Kenntnisse bei der Vermarktung automatisierter Logistiksysteme.


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Lagerautomatisierung im Lebensmittelhandel verlangt Flexibilität

Die Anforderungen an automatisierte Logistikzentren im Lebensmittelhandel unterscheiden sich in mehreren Punkten von denen anderer Branchen. Einerseits müssen Artikel mit hoher Umschlaghäufigkeit effizient bewegt werden. Andererseits sind auch Produkte mit geringerem Durchsatz in die Lager- und Kommissionierprozesse einzubinden.

Hinzu kommt die parallele Versorgung unterschiedlicher Vertriebskanäle. Gleichzeitig müssen Logistiksysteme sowohl verderbliche als auch haltbare Waren berücksichtigen.

Nach Einschätzung von Exotec stoßen herkömmliche Automatisierungssysteme dabei an Grenzen, wenn sie auf fest definierte betriebliche Anforderungen ausgelegt sind. Verändern sich Sortiment, Warenströme oder betriebliche Abläufe, lassen sich solche Anlagen nicht immer im erforderlichen Umfang erweitern.

Exotec setzt deshalb auf einen modularen Ansatz. Als Hersteller und Systemintegrator entwickelt das Unternehmen branchenspezifische Lösungen auf Grundlage seiner bestehenden Automatisierungstechnologie.

Die Systeme sollen sich bei veränderten Anforderungen durch zusätzliche Roboter oder Anlagen von Drittanbietern erweitern lassen. Nach Angaben des Unternehmens ist dafür weder eine vollständige Neuplanung noch der Bau eines neuen Lagers erforderlich.

Steigende Kosten erhöhen den Automatisierungsdruck

Neben den technischen Anforderungen spielt die Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. Insbesondere die Entwicklung der Personalkosten und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften erhöhen nach Einschätzung von Exotec den Druck auf Lebensmittelhändler, ihre Logistikprozesse zu automatisieren.

„Der Lebensmittelhandel kann erheblich von Automatisierung profitieren. Die Personalkosten steigen, während immer weniger Arbeitskräfte für den Lagerbetrieb zur Verfügung stehen. Gerade bei den äußerst knappen Margen der Branche können Investitionen in Automatisierung helfen, diese Kosten zu senken“, sagt Arthur Bellamy, Chief Revenue Officer bei Exotec. „Clémence kennt die Branche bis ins Detail. Ihr Fachwissen wird entscheidend dazu beitragen, unser Angebot für den Lebensmittelhandel auszubauen und Händlern dabei zu helfen, die Vorteile moderner Automatisierung voll auszuschöpfen.“

Mit der neuen Position verbindet Exotec somit das Ziel, seine technische Entwicklung stärker auf die wirtschaftlichen und operativen Anforderungen des Lebensmittelhandels auszurichten.


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Modulare Systeme für veränderte Warenströme

Auch Munier sieht in der Anpassungsfähigkeit automatisierter Lagerlösungen einen wesentlichen Faktor für den Einsatz im Lebensmittelhandel. Die Systeme müssten mit veränderten Anforderungen der Händler Schritt halten können, ohne dass bei jeder Anpassung umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig werden.

„Ich habe selbst erlebt, wie schwierig es für Lebensmittelhändler sein kann, mit den veränderten Erwartungen ihrer Kunden Schritt zu halten und zugleich effizient zu arbeiten“, sagt Munier. „Den flexiblen Automatisierungsansatz von Exotec schätze ich schon lange. Indem wir Händlern ermöglichen, ihre Systeme anzupassen und zu erweitern, schaffen wir die Voraussetzungen für ihren langfristigen Erfolg.“

Die modulare Erweiterbarkeit soll es den Betreibern ermöglichen, ihre Automatisierungstechnik an neue betriebliche Anforderungen anzupassen. Dabei können zusätzliche Roboter ebenso eingebunden werden wie Anlagen anderer Hersteller.


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Exotec baut Geschäft mit Lebensmittelhändlern aus

Exotec ist bereits für mehrere europäische Lebensmittelhändler tätig. Zu den Kunden zählen unter anderem E. Leclerc, Carrefour und Colruyt. Das Unternehmen unterstützt sie bei der Modernisierung ihrer Logistikprozesse und bei der Bewältigung der Anforderungen des Omnichannel-Lebensmittelhandels.

Mit der Ernennung von Clémence Munier will Exotec seine Branchenkompetenz weiter ausbauen und die internationale Entwicklung seines Geschäfts mit Lebensmittelhändlern vorantreiben.

Die neu geschaffene Führungsposition soll dabei insbesondere die Verbindung zwischen den Anforderungen der Handelsunternehmen, der Produktentwicklung und dem internationalen Vertrieb stärken.